Sie sind wahre Verwandlungskünstler: Jahr für Jahr schaffen die Bühnenbildner eine neue Spielstätte für unsere Veranstaltungen und arbeiten dabei eng mit den Bühnenbauern zusammen.   

Ihre Arbeit beginnt lange, bevor die Darsteller zu den ersten Proben zusammentreffen: Bereits im Oktober entwerfen die Bühnenbildner Skizzen und bringen ihre Ideen zu Papier. In Absprache mit den Regisseuren und dem Bühnenbau gilt es, wichtige Handlungsorte herauszuarbeiten, schnelle Szenenwechsel zu ermöglichen und nicht zuletzt zwei völlig unterschiedliche Inszenierungen in einer Kulisse zu vereinen. 

Modell

Ob die Entwürfe auch praktisch umsetzbar sind, stellt sich meist schon beim Anfertigen des Modells heraus. Im Verhältnis 1:50 entsteht aus Karton und Holz eine maßstabsgerechte Abbildung. Jetzt können Auf- und Abgänge, Bemalungen und die technische Umsetzung festgelegt werden.

Ausstattung

Neben den Kulissen gehören auch die Groß- requisiten zum Tätigkeitsfeld der Bühnenbildner. Im Theater auch als Ausstattung bezeichnet. Zu ihnen gehören zum Beispiel Leiterwägen, Marktstände oder Möbel.

Erster Anstrich

Sobald es die Wetterverhältnisse und der Fortschritt im Kulissenbau zulassen, folgt der erste Anstrich. Die Grundierung wird mit einer Farbspritze großflächig und zum Teil auch mehrfach aufgetragen. Sandpartikel in der Farbe verhindern, dass die Darsteller bei ihren Auftritten im Regen ausrutschen.

Bühnenmalerei ist Teamwork

Von den Vorstellungen des Bühnenbildners hängt ab, wie detailliert die Kulissen ausgestaltet werden. Von modern minimalistisch über klassisch detailliert ist alles möglich. Nicht selten spielt auch der straffe Zeitplan eine Rolle, denn schließlich können die Premieren nicht verschoben werden. Hilfe erhalten die Bühnenbildner von Mitgliedern des Naturtheaters. Sie unterstützen gern an Samstagen, an Feiertagen und in ihrer Freizeit. Oftmals können die Helfer schon über einige Erfahrung in der Bühnenmalerei zurückblicken. Bei allen Herausforderungen hat die große Freilichtbühne auch einen wesentlichen Vorteil: dank der großen Distanz zwischen Kulissen und Zuschauern muss der Maler selten zu feinen Pinseln greifen. 

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